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Kindergarten soll Schmuckstück werden

Dank Städtebauförderung und Gemeinde-Investition wird der Kindergarten in Kapellendorf zum echten Schmuckstück

Ursprünglich wollte die Gemeinde Kapellendorf im kommenden Jahr lediglich das Außengelände des Kindergartens im Ort komplett neu gestalten. Da aber unlängst die gemeindeeigene Wohnung, die sich über das Dachgeschoss und einen Teil des Obergeschosses erstreckte, freigezogen wurde, ist der Gemeinderat auf eine neue ambitionierte Idee gekommen. Schließlich stellte sich die Frage, was mit den Räumlichkeiten geschehen soll, die alle sanierungsbedürftig sind. Deshalb will man nun mit Hilfe der Städtebauförderung das gesamte Haus sanieren und umgestalten. Die einstige Wohnung soll künftig auch dem Nachwuchs zur Verfügung gestellt werden. Dabei könnte die Kapazität des Hauses von derzeit 31 Plätzen auf 40 bis 45 erhöht werden. Aktuelle Schätzungen gehen dabei von einer Summe um die 400.000 Euro aus. Wobei dieses Projekt mit stolzen 66,6 Prozent gefördert wird.

Laut Bürgermeister Jürgen Elstermann kommt man so auch der Nachfrage nach mehr Betreuungsplätzen entgegen. Gerade im Kleinkindbereich prognostiziert man für die nächsten Jahre einen erhöhten Bedarf für Nachwuchs aus Kapellendorf und den umliegenden Dörfer der Verwaltungsgemeinschaft Mellingen.

Für die Umgestaltung des Außengeländes hat die Gemeinde über einen Ideenwettbewerb bereits ein Büro aus Jena gefunden. Dessen Pläne sehen vor, das Gelände vor und neben dem Haus in verschiedene Bereiche für Kleinkinder und die Größeren zu unterteilen. Nach dem Entwurf von Architektin Laura Otto werden sich dann dort unter anderem ein großer Sandbereich, eine Doppelschaukel, Matschecke, Spielhütte Klettergerüst, Bänke, ein Kletternetz und ein Spielhaus befinden. Der hintere Teil des Grundstückes wird künftig durch eine Pavillonreihe einen überdachten Außenbereich bieten, wo Kinder im Sommer essen, spielen oder Veranstaltungen durchführen können. Im Haus will man vor allem den Sanitärbereich im Erdgeschoss sanieren, die gesamte Elektroanlage überholen und Malerarbeiten durchführen.

Außerdem plant man eine Kinderküche im Haus. Mit dem Ausbau des Dachgeschosses, in dem künftig ein großer Gruppen- und Bewegungsraum sowie ein Sozialraum bzw. ein Büro für die Erzieher entstehen soll, müsste aus brandschutztechnischen Gründen ein zweiter Rettungsweg aus dem Gebäude eingeplant werden. Dieser soll in Form eines an der nördlichen Seite angebauten Treppenhauses erfolgen, dass sich in den Charakter der bestehenden Fassade gut einpassen soll. Damit würde man nicht nur dem Brandschutz genügen, sondern im Gebäude noch mehr Platz schaffen. Die Planungen für das Bauvorhaben laufen bereits auf Hochtouren. Anfang November will die Gemeinde den Antrag zur Städtebauförderung stellen. Geht alles seinen Gang, ist Bürgermeister Elstermann zuversichtlich, dass im kommenden Frühjahr die Bauarbeiten beginnen können. Starten würden diese mit der Dachsanierung samt Außendämmung, dem Rohbau für das Treppenhaus und den Arbeiten am Spielplatz, so dass im darauffolgenden Jahr der Innenausbau in Angriff genommen werden kann.

Quelle: Thüringer Allgemeine Zeitung