Kapellendorfer Kirchendecke wird saniert

Kapellendorfer Kirchendecke wird saniert

Trotz Baustelle und Gerüst: Den ersten Advent konnte man am Wochenende in der Kapellendorfer Kirche schon wieder gut feiern.

Rund 80 Gäste begrüßte Pfarrer Thomas-Michael Robscheit zur Einstimmung auf die besinnliche Zeit – an seiner Seite das Bläserensemble aus dem Weimarer Land und der Chor aus Kapellendorf, der von Musikern aus Jena unterstützt wurde.

Bis Heiligabend sollen die Arbeiten im Gotteshaus ihren Abschluss finden. Seit dem Frühjahr wird hier an der Decke der Kirche gearbeitet. Nachdem sich Teile des alten Putzes im Hauptschiff gelöst hatten und, ohne Schaden anzurichten, herunter gefallen waren, war Handlungsbedarf gefordert.

Woher der Schaden stammt? Pfarrer Robscheit vermutet, dass das Wasser, das bei der Dachsanierung eingedrungen war, dem Putz geschadet hat.

Gemeinsam mit dem Denkmalamt verständigte sich der Gemeindekirchenrat auf eine Sanierung der Decke. Die Planung sah vor, den alten Putz abzuschlagen und die Decke mit Brettern zu vertäfeln. Sogleich machten sich zahlreiche fleißige Helfer aus der Kirchgemeinde in ihrer Freizeit an die Arbeit. Über große Rollgerüste, die die Firma Schlöffel teils kostenlos zur Verfügung stellte, wurde die Arbeit Stück für Stück fertig gestellt. Nun sind lediglich noch einige Rest- und Feinarbeiten übrig. Heiligabend zum Krippenspiel ab 17.30 Uhr soll die Decke offiziell eingeweiht werden.

Dass die Kirchgemeinde die Arbeiten in Eigenregie durchführt, hat seinen guten Grund. Schließlich spart man seit Jahren auf zwei neue Bronze-Glocken, denn die alten wurden im Ersten Weltkrieg entfernt und später durch Eisenglocken ersetzt. Für das rund 40.000 Euro teure Vorhaben wird also jeder Cent benötigt. Dabei sammelt nicht nur die Kirchgemeinde, sondern auch die Einwohner und die Vereine im Ort geben Spenden für eine Kirch- bzw. Bürgerglocke.

Wie schnell man das Vorhaben realisieren kann, hängt vor allem an entsprechenden Fördermitteln, ohne die es nicht geht. Pfarrer Robscheit rechnet deshalb nicht vor 2020 mit den neuen Glocken. Für deren aufwendigen und teuren Einbau muss sogar ein Teil der Turmwand weggenommen werden, was aber bei der Beschieferung bereits eingeplant wurde und somit auch keine große Hürde darstellt sollte.

Quelle: Thüringer Allgemeine Zeitung / 05.12.18