Kapellendorfer Feuerwehr nimmt am Festumzug im Moorental teil.

Kapellendorfer Feuerwehr nimmt am Festumzug im Moorental teil.

Die Einladung der Moorentaler Feuerwehr zu ihrem 170. Geburtstag verhallte nicht ungehört: Zur Technikschau und teilweise auch zum Umzug am Samstag waren sie alle gekommen.

Die Apoldaer Feuerwehr sorgte mit der ausgefahrenen Drehleiter dafür, dass niemand das Partygelände auf dem Hof der Grundschule Herressen-Sulzbach verfehlen konnte. Die Zottelsteder brachten ihren Lösch-Trabi mit, die Kapellendorfer ihren B1000. Doch auch große Technik früherer Zeiten war zu sehen, wie beispielsweise der 148er Tatrader Mellinger Wehr aus dem Baujahr 1978. Rödigsdorf und Utenbach nahmen teil, die Saaleplatte mit ihrem brandneuen Kleinromstedter Fahrzeug, und auch die Oberroßlaer durften nicht fehlen. Dazu kam moderne Technik – für die Drohne interessierten sich viele gestandene Feuerwehrleute, der mobile Leitstand zeigte die Beweglichkeit der Feuerwehren.

 

Schließlich konnte sich auch das Begleitprogramm sehen lassen. Es gab eine kleine Bastelstraße für die Kinder, Mirko Gerwenat verschönerte die Haut der Besucher, Uli Werner sorgte für Unterhaltungsmusik und dank der Fleischerei Gemeinhardt konnte Samstag manche Küche kalt bleiben.

 

Dennoch war Peter Scherneck, der Ortsbürgermeister von Oberndorf, mit der Resonanz nicht zufrieden. Zwar sei das Moorental nicht reich an Einwohnern, dennoch wären höchsten 100 Gäste übriggeblieben, hätte man die aktiven Feuerwehrleute vom Hof geschickt.

Unter den Gästen befanden sich unter anderem Apoldas Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand (FWW), Stadtbrandmeister Ingo Knobbe und Marco Erfurth vom Kreisamt für Brand- und Katastophenschutz. Letzterer übermittelte die Grüße von Landrätin und Kreisbrandinspektor. Ebenso wie Knobbe bedankte er sich für die Einsatzbereitschaft der Wehren – erst in der Nacht zuvor bei dem heftigen Gewitter hätten sie diese unter Beweis gestellt.

Die Gäste mit der weitesten Anreise waren ohne Zweifel Sandra und Jochen Scheiblenebst Tochter Pia. Der Feuerwehrmann aus dem befreundeten Ötisheim (Enzkreis, Baden-Württemberg) hatte eine 400 Kilometer lange Anreise hinter sich. Damit es sich lohnt, verbringt die Familie gleich eine Woche in der Region.

In Vertretung für den erkrankten „Chief“ Frank Urbach hielt Günter Hör die kleine Festrede. Das 72-jährige Urgestein der Moorentaler Wehr ging dabei insbesondere auf das Feuerlöschwesen in seiner Entwicklung seit 1848 ein.